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22.11.2010

1. Damen: Mit einem blauen Auge gegen Fraulautern davon gekommen

vor 7 Jahr(en)
in Bundesliga

Foto: Ronny Pabst

„Ich weiß immer noch nicht, ob wir über das 5:5 glücklich oder traurig sein müssen aber ich glaube, die Enttäuschung überwiegt.“, kommentiert Trainerin Irina Palina mit etwas Abstand die Punkteteilung gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern.

„Nach dem Spiel herrschte absolute Totenstille in der Umkleidekabine der ttc Damen“, erzählt Andrea Bakula.

Bereits vor dem Spiel gab es Aufruhr, weil der hintere Teil der zweiten Spielbox viel zu dunkel war und man die Bälle sehr schlecht sah. Auch ohne einen Luxmeter war klar, dass das nicht die vorgeschriebenen 600 Lux sind. Tanja Hofmann ließ die Schiedsrichter nachmessen und wie erwartet wurden auf dem Tisch 560 und einen halben Meter hinter dem Tisch 510 gemessen. Da weder der Verein noch die Schiedsrichter etwas ändern konnten, wurde es lediglich im Protokoll festgehalten.

Also ging  es ohne Veränderung mit den Doppeln los. Song Ah Sim und Andrea Bakula zeigten wieder ein Mal eine nahezu fehlerfreie Vorstellung und hatten wenig Probleme mit Maria Fazekas und Laura Matzke. 3:1 und der erste Punkt war sicher. Tanja Hofmann und Gina Pota hatten die härtere Nuss mit Li Fen und Petrissa Solja zu knacken. Nach verlorenem ersten Satz fanden die Brasilien Open Siegerinnen von 2005 besser ins Spiel, es folgte Spannung pur und Tischtennis vom Feinsten! Gina und Tanja zeigten sich nervenstark und gewannen die beiden folgenden Durchgänge in der Verlängerung. Im vierten Satz hatten die Eastsiderinnen schon den Sieg auf dem Schläger aber zwei Matchbälle bei 10:8 reichten nicht.

Im Entscheidungssatz liefen sie ständig einem Rückstand hinterher und schafften dennoch den 10:10 Ausgleich. Die Saarländerinnen agierten mutiger und taktisch gewiefter und siegten mit 13:11.

Dann übermittelte Trainerin Irina Palina die Hiobsbotschaft: Die Fußverletzung von Song Ah Sim erlaubte keine weitere Belastung und so rutschte Tanja in die Mannschaft. Song Ah Sim war in der letzten Woche umgeknickt und nur durch die hervorragende Arbeit der Physio-Abteilung des OSP Berlin´s war ein Einsatz realisiert worden.

Am härtesten traf diese Umstellung Petra Lovas, weil sie sofort in die Box musste. Zwar zeigte die Ungarin eine gute Leistung aber Spitzenspielerin Li Fen demonstrierte Tischtennis der Extraklasse und brachte ihr Team mit 2:1 in Führung.

Am Nebentisch sah es für Gina Pota gegen Maria Fazekas gar nicht gut aus. Gina lag schon mit 0:2 Sätzen im Rückstand, raffte sich auf und drehte doch noch das Match zum 3:2. Somit stand es vor den Einzeln im hinteren Paarkreuz 2:2.

Zuerst war Tanja an der Reihe und traf auf die Deutsche-Vizemeisterin Petrissa Solja. Bei der letzten Begegnung in Fraulautern vor zwei Jahren ging die Managerin sang und klanglos unter. Doch heute präsentierte sich die 30-jährige hochkonzentriert. Schnell ging Tanja mit 2:0 in Front aber ebenso schnell verkürzte Petrissa auf 1:2 Sätze. Der vierte Durchgang begann wie der Dritte aufgehört hatte, „Petti“ lag schnell mit 5:1 vorne. „Ich wollte auf gar keinen Fall einen Entscheidungssatz und deshalb setzte ich alles auf eine Karte“, erklärt Tanja. Dies funktionierte ausgezeichnet, so dass es plötzlich 7:5 stand. Nach Time Out Solja folgte der Ausgleich und nach Time Out Palina gelang Tanja der 11:8 Sieg. 3:1 für Tanja und am Nebentisch kassierte Andrea Bakula nach einer souveränen 2:0 Führung gegen Laura Matzke den 2:2 Satzausgleich. „Baka“ zeigte sich unbeeindruckt, spielte aggressiv und sicherte verdient mit 11:6 den nächsten Punkt für den Hauptstadt-Club. 4:2 zur Pause, das konnte sich sehen lassen!

Nach der Pause startete Gina hervorragend in das Match gegen Li Fen, die zu diesem Zeitpunkt eine 13:2 Bilanz aufwies. Die beiden leisteten sich Ballwechsel auf höchsten Niveau. Gina gewann den ersten Durchgang hauchdünn mit 13:11 aber ebenso knapp verlor sie den zweiten Satz, was im Nachhinein der Knackpunkt dieser Partie war. Li Fen brachte aus allen Lagen die knallharten Schüsse und Blockbälle von US-Open Siegerin zurück. Nach großartiger Leistung musste Gina die 1:3 Niederlage hinnehmen.

Nebenan sollte Petra im Ungarischen Duelle den fünften Punkt gegen Maria Fazekas sichern. Zunächst schien alles in geregelten Bahnen zu verlaufen, Petra führte mit 2:0 Sätzen, doch dann nutzte sie ihren einzigen Matchball im dritten Durchgang bei 10:9 nicht und danach trumpfte Fazekas auf. Die Ex-Nationalspielerin holte auf und im Entscheidungssatz siegte sie mit 11:9. Somit stand es nur noch 4:4 vor den letzten beiden Einzeln.

Diesmal ging zuerst Andrea an den Tisch und traf auf Petrissa Solja. „Baka“ fand überhaupt nicht ins Spiel und wurde von der mehrfachen Deutschen Jugendmeisterin mit 0:3 überrumpelt.

Nun lag es in Tanja´s Händen die Meisterschaftschancen aufrecht zu erhalten. Im zweiten Deutschen Duell an diesem Nachmittag ging Tanja ohne Probleme mit 1:0 in Führung. Danach spielte Laura Matzke deutlich aggressiver, gewann zwei Sätze hintereinander und verpasste Tanja einen ordentlichen Dämpfer. Mit dem Rücken zur Wand kämpfte sich die 30-jähriger wieder zurück ins Spiel und erzwang den Entscheidungssatz. Hier agierte die Spieler-Managerin konzentriert und taktisch sehr clever und marschierte mit 5:1 davon. Nach dem Seitenwechsel wurde jeder weitere Ballwechsel zur reinsten Qual aber mit Verstand und etwas Glück siegte Tanja mit 11:8 gegen die Nationalspielerin. „Die Freude nach meinem Sieg hielt sich in Grenzen, weil wir unbedingt unsere weiße Weste behalten wollten. Wir hatten hier durchaus unsere Chancen aber da wir sowieso gegen Kroppach gewinnen müssen, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“, beschreibt die Managerin die Situation.

Jetzt steht erstmal das ETTU-Achtelfinale vor der Tür und da müssen wir alles an einen Sieg setzen“, gibt Irina Palina die Marschrichtung für das nächste Spiel vor.

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Mo & Mi 16:30-18:30 Uhr
Di & Do 17:00 - 19:00 Uhr
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