EM 2022: Bitteres Ende für Mittelham
Schulterverletzung zwingt Nina zur Aufgabe im Finale
Zum ersten Mal stand Nina in einem großen internationalen Turnier im Finale eines Einzelwettbewerbs. Für die Mixed- und Team-Europameisterin von 2021 war der Einzeltitel zum Greifen nahe. Im Verlauf des Turniers hatte sich Nina von Match zu Match gesteigert. Vorläufiger Höhepunkt war ihr Halbfinalsieg über Vereinskameradin Shan Xiaona (4:1). Die Rudi-Sedelmeyer-Halle war mit 5.000 Zuschauenden ausverkauft, die überwiegende Mehrheit war gekommen, um Nina den Rücken zu stärken. Im dritten Stand des Finales gegen die Österreicherin Sofia Polcanova nahm das Drama seinen Lauf: Beim Stand von 0:2 musste Nina eine Behandlungspause nehmen. Eine Verletzung im Schlagarm, die sie sich im Halbfinale zugezogen hatte, machte ihr zusehens zu schaffen. Nach zehnminütiger Behandlung kehrte Nina zurück in die Box. Nach wenigen Ballwechseln war klar, dass es nicht weitergehen konnte. Der Traum vom Titel war unter bitteren Umständen jäh geplatzt. Unter Tränen gratulierte Nina der neuen Europameisterin Sofia Polcanova.„Bisher hatten wir noch keinen direkten Kontakt zu Nina. Sie braucht jetzt Ruhe, um alles zu verarbeiten. Zum Glück sind ihre ganze Familie und ihr Freud Sascha vor Ort. Sie werden die richtigen Worte finden und Nina schnell wieder aus dem tiefen Loch holen. Was wir aus dem DTTB Umfeld wissen, ist, dass Nina bereits am Samstag, nach dem Match gegen Nana in Behandlung war. Heute früh hatte Nina die Hoffnung, mit dem richtigen Auswärmprogramm die muskulären Probleme in den Griff zu bekommen. Die medizinische Abteilung des DTTB hat alles versucht, wahrscheinlich war die Zeit einfach zu kurz. Auch wenn es in dem Moment sehr weh getan hat, war es richtig, dass Nina das Handtuch geworfen hat. Die Gesundheit steht immer an oberster Stelle. Nina ist gerade einmal 25 Jahre. Sie wird im Laufe ihrer Karriere noch oft die Chance bekommen, große Einzeltitel zu gewinnen. Auch wenn es jetzt für Nina kein Trost ist: Sie wird gestärkt aus dieser Situation hervorgehen und den Frust in positive Energie umwandeln“, so eastside Präsident Alexander Teichmann.Im Namen alles TT-Fans aus Berlin und aller eastside-Mitglieder wünschen wir Nina gute Besserung und drücken die Daumen, dass Nina Ende September bei der Team-WM in China wieder in Top-Form an den Tisch gehen kann.
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